| | 18.12.2008 | Im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts des 4. Semesters besuchte Dr. Achille Mutombo die Studierenden des Reutlinger EUROPA-INSTITUTes, um über die wirtschaftliche und politische Situation in seinem Heimatland, dem Kongo, zu sprechen. | | | Am 16.12.08 erhielten die Studierenden der M4 Besuch von Dr. Achille Mutombo. Durch einen Zeitungsartikel im Schwäbischen Tagblatt waren die Studierenden der M4 auf den afrikanischen Pfarrer aus Pliezhausen aufmerksam geworden und luden ihn ein, um über den Kongo und die dortige wirtschaftliche und politische Situation zu sprechen. Der gebürtige Kongolese, der in Tübingen promoviert hat, besuchte die Klassen im Rahmen des Gemeinschaftskunde-Unterrichts und erzählte von seiner Heimat. Er erzählte nicht nur von den irdischen Reichtümern, zum Beispiel den Bodeschätzen, sondern berichtete auch viel von den geistigen Reichtümern des Kongo. Herr Mutombo ist aktiv an einem Hilfsprojekt zum Schulaufbau beteiligt, denn Schulen und Universitäten werden im Kongo staatlich nicht unterstützt. Das führte auch zu den verschiedenen Sprachen, die im Kongo gesprochen werden, und die nach und nach verschwinden. Auch dabei ist Herr Mutombo tätig und Preise werden an Autoren verliehen, die Bücher in einer traditionellen Sprache verfassen. Ein Großteil der Sprachen gehört zur Familie der Bantusprache. Zu seinen Gründen, nach Deutschland zu kommen, befragt, meinte Herr Mutombo, dass er etwas ganz Neues lernen wollte. Eine neue Sprache zu erlernen bedeute, eine andere Lebensart kennen zu lernen. Er sprach auch über Politik, über Wahlergebnisse, die bekannt werden, bevor die Stimmzählung stattgefunden hat oder über Präsidentschaftskandidaten, die nichts über ihrer Herkunft preisgeben. Wenig bekannt ist auch, dass es Regionen im Kongo gibt, die ständig besetzt sind und wogegen niemand etwas unternimmt. Das Ende der Stunde kam überraschend und die letzte Frage lautete: Herr Mutombo kommen Sie wieder? Übrigens: die M4 hatten ein großes Frühstücksbüffet eingerichtet, dass aufgrund der Zeitnot nicht einmal angerührt wurde. Der Kuchen wurde dann spontan als Erlös für die Hilfsprojekte Mutombos verkauft. | | | Zurück |
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