Internationales Business-Projekt startet das erste Mal in Reutlingen

 23.07.2010
Sprachkompetenz in Kombination mit den richtigen Business-Skills sind Volltreffer bei der Jobvergabe. Das PELLIC-Projekt bietet ab Oktober 2010 Studierenden des EUROPA-INSTITUTs eine perfekte praxisorientierte Umsetzung ihrer Sprachkenntnisse – in einer bislang einmaligen Form.
   
Die Welt wächst zusammen – interkulturelle Sprachkompetenzen sind im Beruf einfach unentbehrlich. Die Studienausbildung International Business Assistant am Reutlinger EUROPA-INSTITUT führt die Studierenden in echte Entscheider-Positionen im internationalen Geschäft: Sowohl im Export als auch im Marketing und Vertrieb. In diesen Berufsfeldern ist es durchaus normal, an einem Tag mit Lieferanten in Asien Termine abzustimmen, mit Kunden in Europa zu verhandeln und mit Kollegen in den USA Erfahrungen auszutauschen. Dabei spielen Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen eine bedeutende Rolle.

Gerade an diesen Schwerpunkt knüpft das zusätzliche Angebot ab dem 1. Oktober 2010 an: Das Projekt „Practice Enterprise for Language Learning & Intercultural Communication“ (kurz: PELLIC). Die Studierenden der Fachrichtung International Business Assistant gründen im Rahmen dieses Projekts eine virtuelle Firma – und verhandeln die Konditionen im interaktiven Netzwerk mit verschiedenen Ländern. Zu den Aufgaben gehören dabei die Erstellung eines Business-Plans, die Planung der Firmenwebseite, die Entwicklung des Marketingplans, die Vermarktung der Produkte und Dienstleistungen, Produktpräsentation sowie die Geschäftskommunikation intern und extern. Die Teilnehmer haben 3 Monate Zeit, um die Handhabung der Business-Tools in einer kleinen Gruppe zu erlernen und ihre Ziele zu verwirklichen. Die Sprache der internationalen Verhandlungen ist Englisch. Die Besonderheit dieses Projektes ist, dass bislang keine Übungsfirma existierte, die Präsenzphasen und interaktive, onlinegestützte Zusammenarbeit systematisch kombiniert – und das sogar in mehreren Ländern gleichzeitig. PELLIC ist ein EU-gefördertes, multilaterales Projekt, in dessen Rahmen der Lehrstuhl für Angewandte Linguistik der Universität Tübingen mit Partnern in Finnland, Spanien, Tschechien und Großbritannien zusammen arbeitet. Die Pilotphase findet am EUROPA-INSTITUT statt. Ziel ist das „authentische Lernen“: Die Teilnehmer erwerben Lerninhalte und Sprachkompetenzen, indem sie lebensnahe Aufgaben aus dem Geschäftsalltag bewältigen. Andreas Glombitza, M.A., Tübinger Projektleiter, hat bereits seine ersten Erfahrungen mit dem Projekt in der Praxis gesammelt. „Der PELLIC-Ansatz ermöglicht den Studierenden die einmalige Lernerfahrung, in den Geschäftsalltag einzutauchen und als Team eigenverantwortlich eine international agierende Firma zu führen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung der kommunikativen Fähigkeiten, die im internationalen Geschäftsleben den höchsten Stellenwert haben.“- sagt Herr Glombitza, der für die Entwicklung der virtuellen Lernumgebung zuständig ist und den Entwurf der Lernmaterialien koordiniert, mit denen die Studierenden arbeiten werden.

„Wir freuen uns ganz besonders, in Deutschland als erste dabei sein zu können!“ – sagt Frédérique Mayer, Studienleiterin der Fachrichtung International Business Assistant. „Vor allem freue ich mich für die Kursteilnehmer, denn sie werden nach der Übungsphase zu begehrten Arbeitskräften: Diese Erfahrung wird nicht nur sprachlich ein Gewinn für sie sein, sondern sie werden dabei mit Geschäftssituationen und anderen Kulturen konfrontiert. Diese Erfahrung wird ihre fachliche und soziale Kompetenzen stärken und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt somit deutlich verbessern.“
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