„Baden-Württemberg als deutsches Exportland Nr.1 verbindet die Donau-Länder vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer. Als Ursprungsland der Donau nutzt der deutsche Südwesten seine traditionell engen Verbindungen zu den anderen Ländern an der Donau und schmiedet in Brüssel eine große Allianz der Donauanrainer.“ – sagte Ministerpräsident Günther Oettinger an der zweiten Brüsseler Donaukonferenz am 7.10.08.
Ein klares Signal für heutige Studierende: Da das Exportpotenzial der Region stark ausgeprägt ist, lohnt es sich jetzt besonders, auf Studienausbildungen mit Fachrichtung Außenwirtschaft und Export, wie z.B. International Business Assistant zu setzen. Auch die Fremdsprachen der Donauregion (rumänisch, ungarisch, serbokroatisch, u.a.) sind in diesem Bereich immer gefragter.
In der Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg nahmen über 400 Vertreter aus zehn Nationen, darunter der rumänische Präsident Traian Bãsescu sowie Minister und Staatssekretäre aus allen Anrainerstaaten der Donau, an der zweiten Donaukonferenz teil. Die Europäische Union war bei der zweitägigen Konferenz durch zahlreiche Abgeordnete des Europäischen Parlaments sowie mehrere Kommissare vertreten. Hinzu kamen zahlreiche Vertreter von Städten und Regionen, die allesamt durch die Donau verbunden sind. Baden-Württemberg war in Brüssel mit seiner Landesregierung vertreten.
Mit der Donaukonferenz 2008 bringt Baden-Württemberg zahlreiche hochrangige Akteure aus dem Donauraum mit Entscheidungsträgern aus den EU-Einrichtungen zusammen. Ziel sei Oettinger zufolge, die Donaustrategie des Landes Baden-Württemberg weiter voranzubringen und dem Donauraum eine stärkere Präsenz und Sichtbarkeit auf EU-Ebene zu verschaffen. Dazu habe der Konferenzvorsitz eine Abschlusserklärung zum Donauraum mit konkreten Vorschlägen für eine Vertiefung der Donau-Zusammenarbeit vorgelegt.
Baden-Württemberg habe jeweils in einer frühen Phase mit den heutigen EU-Ländern Ungarn, Bulgarien und Rumänien gemischte Kommissionen eingerichtet. Mit einer gemischten Regierungskommission unterstütze Baden-Württemberg inzwischen auch Kroatien.
Hintergrund:
Der Donauraum umfasst zehn Staaten, sechs davon sind EU-Mitgliedstaaten. Mit über 200 Millionen Menschen repräsentieren die Donau-Anrainerstaaten ein wichtiges sozioökonomisches Potenzial innerhalb Europas. Rund 75 Millionen Menschen leben allein in denjenigen Regionen, die unmittelbar an die Donau angrenzen oder die der Fluss durchquert.
Der Donauraum ist Schnittstelle zwischen West- und Südost-Europa. Er verbindet alte und neue Demokratien, Marktwirtschaften, Lebens- und Kulturräume. Der Donauraum symbolisiert zugleich die erfolgreiche Überwindung der europäischen Binnen- und Außengrenzen und steht für eine starke transnationale Region, die durch eine beeindruckende Vielfalt und Dynamik in Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur gekennzeichnet ist.
Quelle: Staatsministerium |