| | 15.08.2008 | Sonderauswertung für Baden-Württemberg zeigt überdurchschnittliche Zufriedenheit der Studierenden im Südwesten
Studierende in Baden-Württemberg sind mit ihrer Studiensituation insgesamt zufriedener als Studierende in anderen Bundesländern, dies ergab eine Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) für Baden-Württemberg, die das Wissenschaftsministerium am 15. August 2008 vorstellte. Insbesondere bei Lehrqualität und Betreuungsrelation schneiden die Hochschulen im Südwesten besser ab als der Bundesdurchschnitt. Private Schuleinrichtungen legen besonders viel Wert auf persönliche Betreuung und auf Karrierecoaching. | | „Süden ist spitze“ – so könnte das Fazit der attraktiven Studie zusammenfassen. Sie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass die Breite und Vielfalt des Lehrangebotes an Baden-Württembergischen Hochschulen von einer großen Anzahl der Studierenden positiv eingeschätzt wird. Insgesamt schneiden Baden-Württembergische Hochschulen bei Lehrqualität und Betreuungsrelation besser ab als der Bundesdurchschnitt. In der Gesamtzufriedenheit der Studierenden liegt Baden-Württemberg ebenfalls über dem Durchschnitt. Eine besonders hohe Zufriedenheit bekunden die Studierenden von Master-Studiengängen in Baden-Württemberg, insbesondere mit Blick auf Betreuung und Teilnehmerzahlen. Hier ist von einer „relativ exklusiven Studiensituation“ die Rede. Bei der Differenzierung nach Hochschularten schneiden die Pädagogischen Hochschulen schlechter ab als die Universitäten und Fachhochschulen. Berufsakademien waren in die Studie nicht einbezogen.
Wissenschaftsminister Frankenberg meint, dass auch die Studiengebühren zur erhöhten Qualität beitragen. Er sagte: „Zu unserem Weg für mehr Qualität in Studium und Lehre an den Baden-Württembergischen Hochschulen gehören sozial gerecht ausgestaltete Studiengebühren, die für bessere Studienbedingungen sorgen. Uns war es von Anfang an wichtig, die Einführung von Studiengebühren transparent zu gestalten und durch unabhängige Untersuchungen zu begleiten.“ Die Studie der HIS-GmbH sei auch deshalb interessant, weil sie das Meinungsbild der Studierenden zum Zeitpunkt der Einführung von Studiengebühren wiederergebe und eine gute Ausgangsbasis für künftige Untersuchungen darstelle.
Nur was kostet, ist was wert: Der Studie zufolge äußern sich Gebühren zahlende Studierende hinsichtlich der Studienqualität kritischer als andere Studierende. Dies könne unter anderem auf eine höhere Erwartungshaltung hinsichtlich der Studienqualität schließen lassen, so die Studie. Studierende aus Baden-Württemberg erwarten mehr Qualitätsverbesserungen von Studiengebühren als Studierende aus anderen Ländern. Überdies fühlen sie sich besser informiert als die Studierenden im Bundesdurchschnitt, wobei auch sie sich mehr Information wünschen. | | | Zurück |
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